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Forum neuer Musik 2015 in Köln

Vom 17.04.15 bis 19.04.15 fand das „Forum neuer Musik 2015“ beim Deutschlandfunk in Köln statt. Dieses mal stand Ostasien Modern im Mittelpunkt.  Viele chinesischeLini Gong mit Ying Wang Musiker und Komponisten sind nach Deutschland gekommen und haben schöne, moderne Musik aufgeführt. Es gab auch viele interssante Gespräche und Vorträge über chinesische, morderne Kultur. Am Letzten Sonntag, den 19.04.15, habe ich ein schönes Konzert beim Deutschlandfunk Köln erlebt. Meine Freundin, Ying Wang, eine ausgezeichnete Komponistin, hat für „Forum neuer Musik 2015“ 3 neue Stücke komponiert und am dem Abend wurden die 3 Werke uraufgeführt. Vor dem Konzert gab es ein Interview mit Ying Wang. Sie hat auf deutsch über ihren musikalischen Werdegang in Europa und auch über ihre große Entwicklung  in der Komposition erzählt. Man hat eine tüchtige, trotzdem sehr bescheide und zurückhaltende, morderne chinesische Frau erlebt. Ich bin sehr stolz auf Ying Wang und gratuliere ihr für ihren großen Erfolg!

Singen für den chinesischen Botschafter

Mariana Popova, Ming De Shi & Lini Gong
Mariana Popova, Ming De Shi & Lini Gong

Gestern sind meine Pianistin Mariana Popova und ich vom Präsidenten der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Professor Elmar Lampson, zum Empfang des Chinesischen Botschafters eingeladen worden. Es war mir eine große Freude, dass ich für den Botschafter Herrn Ming De Shi singen durfte.

Der General Konsul des Chinesischen Konsulat Hamburg Herr Hui Qun Yang und der Geschäftsführer Herr Roland Salchow waren ebenfalls auf dem Empfang. Für den Botschafter habe ich drei Lieder gesungen: Ein chinesisches Volkslied „Dieses Jahr blühen die Kirschbäume wieder“, „Das Veilchen“ von Mozart und zum Schluss das Lied „Sei Bereit“ von Elmar Lampson .

Lini Gong und Botschafter Ming De Shi
Lini Gong und Botschafter Ming De Shi

Meine Pianistin Mariana Popova hat in sehr kurzer Zeit das chinesisches Volkslied eingeübt und mich beim Empfang ganz wunderbar am Flügel begleitet.

Ich durfte den Botschafter  Ming De Shi als sehr sympathisch Menschen kennen lernen und hatte im Anschluss an meinen Auftritt ein sehr angenehmes Gespräch mit ihm.

Es war eine schöne Veranstaltung.
An dieser Stelle möchte ich mich darum recht herzlich bei Elmar Lampson für die Einladung bedanken! Gerne wieder, lieber Elmar!

Liederabend am 26.02.15 um 20:00 in die Alfred Schnittke Akademie

Liebe Leserin und Leser,

meine Vorbereitung für den Liederabend am 26.02.15 läuft sehr gut. Da ich zwei mal bei Herrn Werner Hans Hagen gewesen bin, haben wir über seine Kompositionen viel kommuniziert und unsere musikalische Probe war wunderbar. Herr Hagen wird mich am 26.02.15 auch am Flügel begleiten. Hier sind ein paar Anmerkungen zu seinem Werk.

Anmerkungen zu „12 Haikus“

Der Haiku, um 1200 n. Chr. im japanischen Raum aus dem 31 Silben umfassenden Tanka entstanden ist mit seinen 17 Silben (5 + 7 + 5) die kürzeste Gedichtform der Welt. Die Texte sind dem Reigen der Tages- und Jahreszeiten verpflichtet und von einem Ton leiser Melancholie getragen.

Matsuo Bashò (1644-1694), Zen-Mönch und Schriftsteller, gilt als bedeutendster Vertreter der klassischen japanischen Dichtung. Sein Haiku kennt keine thematische Festlegung und vermittelt in prägnanter sachlicher Skizzierung ein Erlebnisbild, worin er bei sich wandelndem Stil das Unwandelbare aufzeigt und zenbuddhistisch die Geheimnisse des Alls vermittelt.

Der poetischen Komprimierung entspricht die Sparsamkeit der kompositorischen Mittel:

asymmetrische Rhythmik, kurze Phrasen, Orgelpunkt (1), samten weich liegender Akkord, kurze helle Vorschläge (2), eine ruhige Bewegung, abrupte lebhafte und peu à peu ritardierende Figuration  („Sprung des Frosches ins Wasser“(3)), Piano-Toccata des Klaviers, (die „Tautropfen“/4), ein kurzes, derbes, basslastiges Trinklied (6), die Vokalise der Nachtigall (7) , ruhig getupfte Hände Oktaven („Vollmond Stimmung“ (8).

Gebrochene Akkorde, in wühlender Bewegung, allmählich nach oben steigend und sich verflüchtigend („tosend bewegtes Meer  – Milchstraße“/(9)). Nackte Quintolen im Staccato („der krächzende Rabe auf dürren Ast“ (10)).

Ferne Paukenklänge, darüber eine liebliche Melodie („Sommerliches Gras hat einen ehemaligen Kriegsschauplatz überwachsen (11).

Ein Akkord löst sich auf („Das Ende des Wanderns, ein Traum“ (12).

Anmerkungen zu „Seelenwege“

Zu 1 („Auf dem Weg“): Der Weg ist das Ziel, das sich selbst Annehmen:

ruhig schreitende Viertelbewegung des Klaviers, getragene vokalen Bögen, aufkommende Bewegung und schließliches ist in mystischen Akkorden Entschwinden.

Zu 2 („Leben“): Die Welt mit den Gedanken, spielend, lächelnd erfahren, bis plötzlich das Lächeln zur Maske gefriert:

lebhafte lockere Bewegung (triolisch), die am Ende abrupt in einem Fortissimo-Akkord erstarrt.

Zu 3 („Vogel“): Der Vogelflug als Sinnbild der Zeit und Ewigkeit:

ruhende magische Akkorde werden unterbrochen von filigranen, leisen „Vogelrufen“  in der Diskantlage des Klaviers.

Zu 4 („Sehnsucht“): Die Sehnsucht, von einem Narren befragt, verleiht dem Menschen Kraft zum Handeln und bewirkt äußeren und inneren Wandel:

Aus ruhigem Pianissimo steigen Vokalisen (die Sehnsucht symbolisierend) auf. Sie münden in den lebhaften Hauptsatz. Kurze, harte Akkorde zeigen die Begegnung mit dem Narren an. Frage  Antwort. Eine kurze Coda lässt den Klang zerfließen und entschwinden (ewige Sehnsucht-ewiger Wandel).

Weiter Informationen: Kurzbiographie von Werner H. Hagen

Ich hoffe Sie werden zum meinem Konzert kommen und mich auf der musikalischen Reise nach Osten an dem Liederabend begleiten. Noch ein gute Nachricht: da wir von der Kulturbehörde gefördert werden, können wir den Eintrittspreis differenzieren; Pro Karte 15€, ermäßigte 10€.

Liederabend am Donnerstag, 26. Februar

Sopran Lini Gong
Sopran Lini Gong

Am Donnerstag, den 26. Februar 2015 um 20:00 Uhr veranstalte ich meinen Liederabend in der Alfred Schnittke Akademie. Das Konzert ist ein musikalischer Dialog zwischen Westen und Osten.

Ich singe unter anderem zeitgenössische Deutsche Lieder – komponiert von Elmar Lampson und Werner Hans Hagen. Am Flügel begleitet mich die Pianistin Mariana Popova.

Der Gesang des schwarzen Vögleins, das so todtraurig um die Welt fliegt und der spukhafte Flug des dunklen Vogels zwischen Himmel und Erde sind zarte Gesänge an der Grenze des Todes. Sie berühren die Grenze zur Ewigkeit.

Bin Li
Bin Li

Zu dieser wehmütig-heiteren Todessehnsucht setze ich ungewöhnliche Kontraste:

Erhu heißt das traditionelle Streichinstrument mit zwei Saiten, das seit 1.000 Jahren in der chinesischen Musik dominiert, sowohl als Soloinstrument in der Nationaloper als auch in der unterhaltenden Musik.

Mingyong Fan
Mingyong Fan

Mit den virtuosen Musikern Bin Li und Mingyong Fan kommen für dieses Konzert zwei gefeierte Erhu-Spieler extra aus China angereist.

Ich werde in Begleitung der beiden Erhu-Spieler noch ein paar chinesische Volkslieder aus meiner Heimat China singen.

Musik ist eine unbegrenzte Sprache, kommen Sie zum Konzert und genießen Sie die singende Poesie von Bin Li, Mingyong Fan und mir.

Ihre Lini Gong!

  • Datum: Donnerstag, 26. Februar 2015
  • Einlass: 19:30 Uhr, Beginn 20:00 Uhr
  • Veranstaltungsort: Alfred Schnittke Akademie
  • Adresse: Max-Brauer-Allee 24, Hamburg-Altona
  • Eintritt: Abendkasse 15,- €